„In der Zusammenarbeit liegt die Zukunft Bad Salzhausens.“ Das sagen übereinstimmend Niddas Erster Stadtrat Reimund Becker,
Thomas Bruschinsky, Gärtner Martin Nagorr, Mirko Vollbrecht, Heidelore Ocken-Wilisch vom Kulturmanagement, Thomas Pauly,
Julia Dieser (Klinik Rabenstein), Thomas Linz und Ortsvorsteher Hans-Joachim Schwarz (von links). Foto: Maresch

 

ENGAGEMENT Klinik-Geschäftsführer Thomas Bruschinsky setzt auf Zusammenarbeit / Angebote, Herausforderungen, Netzwerke

BAD SALZHAUSEN – (em). So macht man mit Fantasie und Pfiff auf Bad Salzhausen aufmerksam: Im Dezember präsentierte Thomas Bruschinsky, Geschäftsführer der Bad Salzhäuser Klinik Rabenstein, ein Poster, das den Nikolaus samt Rentierschlitten zeigt. Verheißungsvoll brodelte im Vordergrund ein großer Kessel mit Suppe. Gradierbau, Pavillon, Klinik Rabenstein samt einem Hasen im Eiernest sind auf dem Osterplakat abgebildet. Dasselbe Ensemble ist auf dem aktuellen Sommergruß zu sehen, im Vordergrund schießt in einer Fontäne das Wichtigste des Ortes hoch: das Heilwasser. Bruschinskys Sohn Alexander, der Internationale Beziehungen studierte und darin graduierte, hat Kontakt zu jungen Künstlern, die die Grafiken herstellen. Warum machen sich Vater und Sohn Bruschinsky solche Mühe, hängen die Poster aus, versenden sie elektronisch als Gruß und Werbung für den Ort?

„Wir dürfen nicht den goldenen Zeiten nachtrauern, als Bad Salzhausen ein vielbesuchter Kurort war“, sagt Thomas Bruschinsky. „Ein Ort mit anspruchsvollem Therapie-, Reha- und Wellnessangebot in einer reizvollen Region ist Bad Salzhausen geblieben. Quellen, Park, Wald, überschaubares Ortsbild mit Historischem und Neuem – das sind die Charakteristika unseres Badeortes, die wir nach außen kommunizieren müssen.“ Deshalb nutze die Reha-Klinik Rabenstein intensiv die sozialen Netzwerke. Neu im interdisziplinären Team mit 150 Mitarbeitern sind der Diplom-Sozialpädagoge Mirko Vollbrecht und der IT-Spezialist Thomas Pauly, der speziell für Kommunikation zuständig ist. „Zusammen mit PR-Fachmann Christian Renner haben wir unsere Website modern gestaltet. Sie kann auch über Tablet und Smartphone abgerufen werden. In der Vergangenheit hatten wir 500 Clicks pro Monat, jetzt sind es über 10 000 – das hat sich gelohnt. Der Kameramann Thomas Linz, Mitglied im Bad Salzhäuser Ortsbeirat, hat für uns Kurzfilme gedreht, die auf YouTube abrufbar sind. Dank Facebook können wir Anfragen zeitnah bearbeiten“, schildert Bruschinsky die Aktivitäten und Auswirkungen.

Der Klinik-Geschäftsführer betont die gute Zusammenarbeit mit der Kur- und Touristik-Info. „Seit Jahren kommt jeden Dienstag um 8.45 Uhr eine Mitarbeiterin von dort in unser Haus, begrüßt die neu angekommenen Patienten, stellt ihnen Wellnessangebote im Ort, Ziele in der Region vor. An drei Nachmittagen jeder Woche bietet unsere Klinik den Patienten einen kostenlos Shuttle-Service nach Nidda.“ Die Rückmeldungen seien sehr positiv, Nidda werde als gastliche Stadt mit gut sortiertem Einzelhandel empfunden. „Wir Niddaer können ruhig selbstbewusst sein. Bis auf das Amtsgericht haben wir alles“, bricht Bruschinsky eine Lanze für seine Heimatstadt.

Der Geschäftsführer findet es gut, dass Bad Salzhausen dem Kneipp-Verein Bad Nauheim-Friedberg beigetreten ist. „Eine Kneipp-Anlage im Kurpark, vielleicht in der Nähe des restaurierten Gradierbaus, wäre ein weiterer Anziehungspunkt.“ Bruschinsky schätzt die sachkundigen Führungen von Gärtner Martin Nagorr, der auf die Quellen, die Schönheiten des historischen Baumbestandes im Kurpark aufmerksam macht. Patienten der Klinik würden gerne die Justus-von-Liebig-Therme nutzen. „Es ist doch kein Zufall, dass die Besucherzahl der Therme deutlich gestiegen ist – Innen- und Außenbecken, Salzgrotte, Sauna, Therapiemöglichkeiten, angeleitete Wellnessangebote, dazu als kulinarische Abrundung die ,Salzstubb‘ – das ist ein gut geschnürtes Paket“, ist Bruschinsky überzeugt.

Dem Wunsch vieler Patienten, über Krankheitsbilder und aktuelle Therapiemöglichkeiten gut informiert zu sein, ein „mündiger Patient“ zu werden, muss nach seiner Ansicht noch intensiver nachgegangen werden. „Dank Kooperation mehrerer Anbieter gehen die Bad Salzhäuser Gesundheitstage in diese Richtung. Großes Interesse besteht auch an den Arztvorträgen in unserem Haus.“ 94 Interessierte seien kürzlich zum Referat ,Schmerztherapie ohne Medikamente‘ der Physiotherapeutin Katja von Bötticher gekommen. Doch Bruschinsky sieht weitere Herausforderungen. „Wir müssen uns noch besser vernetzen, unsere Angebote weiterentwickeln. Bad Salzhausen ist es wert, dass wir alle an seiner Zukunft arbeiten!“

(Quelle: Kreis-Anzeiger, 02. September 2017)
http://www.kreis-anzeiger.de/lokales/wetteraukreis/nidda/bad-salzhausen-ist-es-wert_18150975.htm

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