Präventionsprogramm

Was bedeutet Prävention?

Die Prävention dient zur Vorbeugung gegen Krankheiten und Behinderungen. Steigende Anforderungen im Beruf, die zum dauerhaften Stress führen oder sogar körperliche und psychische Erkrankungen auslösen, sollen mit dem Präventionsprogramm aktiv umgehen werden. Um ihre Erwerbsfähigkeit dauerhaft zu sichern, bietet die deutsche Rentenversicherung präventive Leistungen für Versicherte an. Zusammen wollen wir Ihre physische Leistungsfähigkeit stärken und Ihre psychische Belastung reduzieren.   

Das Präventionsprogramm gliedert sich in Fünf Modulen, diese werden zum Teil in unserer Rehaklinik und zum anderen durch eine begleitende Eigenaktivitätsphase durchgeführt. Die einzelnen Module werden in Gruppen von bis zu 12 Personen absolviert.  

 

Die fünf Phasen der Prävention

Die Präventionsleistung in der Klinik Rabenstein beginnt mit einer 5-tägigen stationären/ganztägig ambulanten InitialphaseDie Teilnehmer der Initialphase werden soweit als möglich in geschlossenen Gruppen  zusammengefasst, um positive Gruppeneffekte und soziales Lernen zu ermöglichen. Zu Beginn der Initialphase werden die Teilnehmer über Ablauf, Ziele und Inhalt der Präventionsleistung informiert. Im Rahmen der ärztlichen Eingangsuntersuchung erfolgt eine individuelle Statuserfassung mit körperlicher Untersuchung. Unter Berücksichtigung beruflicher Belastungen und der persönlichen Risikofaktoren erfolgt eine gemeinsame Besprechung der individuellen Ziele mit den Präventionsteilnehmern. Die zu Beginn festgelegten Ziele, dienen den Teilnehmern im Verlauf der Präventionsleistung als Diskussionsgrundlage und Kontrolle, diese können bei Bedarf auch neu definiert werden. 

Die ambulante, berufsbegleitende Trainingsphase schließt sich nahtlos an die 5-tägige Initialphase an und ist für alle Teilnehmer verpflichtend. In insgesamt 16 Trainingseinheiten à 90 Minuten (1-2x/Wo) werden den Teilnehmern praxisorientierte Strategien zum erfolgreichen Selbstmanagement vermittelt. Die in der Initialphase bereits vermittelten Inhalte und eingeleiteten gesundheitsbezogenen Verhaltens- und Lebensstiländerungen sollen in der ambulanten Trainingsphase stabilisiert und in die Alltagsroutine übertragen werden. Die Durchführung der Module in der ambulanten Trainingsphase erfolgt anhand eines leitfadengestützten Therapieplans, der bereits während der Initialphase individuell für jeden Teilnehmer erstellt wird. Eine Anpassung des Trainingsplans an die soziale, psychische und physische Situation des jeweiligen Teilnehmers ist bei Bedarf jederzeit möglich. Auch in der ambulanten Trainingsphase bilden die Themen Ernährung, Bewegung, Stressbewältigung und ggf. Nikotinabstinenz die theoretischen und praktischen Grundlagen für eine nachhaltige und gesunde Lebensstiländerung. Die Sensibilisierung für subjektive Gesundheitsgefährdungen im Berufs- und Alltagsleben sowie die Motivation für eigenverantwortliches Handeln stehen dabei im Vordergrund. 

Nach Abschluss der ambulanten Trainingsphase wird in der Klinik Rabenstein zeitnah die Möglichkeit eines ganztägigen ersten Refresher-Tages angeboten, vorzugsweise an einem Samstag. Dieser Auffrischungstag bietet den Teilnehmern unter qualifizierter Anleitung die Möglichkeit, sich noch einmal über die zentralen gesundheitlichen Themen auszutauschen und zuvor gesetzte Ziele auf ihre Umsetzung im Alltag zu überprüfen. Zudem können Hindernisse im Umsetzungsprozess analysiert und bearbeitet werden. 

In dieser Phase sollen die Versicherten entsprechende Elemente zur Verhaltens- und Lebensstiländerung eigenverantwortlich fortführen, basierend auf den individualisierten Therapieplanungen. Ziel der Teilnehmer ist es, die begonnene Lebensstil-umstellung im Alltag umzusetzen und auf Dauer weiterzuführen. 

Um langfristig eine nachhaltige Veränderung in der Lebensführung der Teilnehmer zu erreichen, findet spätestens sechs Monate nach Beendigung der ambulanten Trainingsphase in der Klinik Rabenstein ein zweiter Refresher-Tag statt, vorzugsweise an einem Samstag. Der zweite Refresher-Tag dient insbesondere der Verhaltensselbstkontrolle und soll die Teilnehmer weiterhin bei der Bewältigung von Umsetzungshindernissen im Alltag unterstützen.